Hilfetext: Anbauplanung

zurück

Allgemeines und neues zur Anbauplanung

Die Anbauplanung des Pcgärtners ist vorgesehen für einen Anbau in Beetbauweise.

Dazu werden die Betriebsstruktur, die Beete, die Planung , die Aufzeichnung und, seit Ende 2005 auch die Kulturen für jedes Kulturjahr getrennt gespeichert so das sich rückwirkend alle Planungen und Aufzeichnungen anzeigen lassen.

Das auch die Kulturen getrennt gespeichert werden hat zum Vorteil dass sich einmalige Veränderunge in der Kulturzeit (wegen schlechten Wetters, pflanzen später erhalten etc) in den Jahresdaten der Kultur eingeben lassen ohne das der Kulturstamm verändert wird. Die Kulturjahresdaten für eine neues Kulturjahr werden jeweils aus den Stammdaten erzeugt.

Neueinsteiger finden das Kulturjahr 2000 mit Planung und Aufzeichnung vor, so kann erst mal munter geplant werden, allerdings nur auf den vorgegeben Strukturdaten für 2000, die sich auch nicht ändern wenn unter <Betriebsstruktur> diese geändert wird.

Um sich mit dem Programm näher vertraut zu machen sollten die Menüpunkte in der in dieser Hilfe beschriebenen Reihenfolge untersucht werden.

Soll das Programm schliesslich als Vollversion laufen stehen Sie vor der Entscheidung ob sie meinen Kulturstamm übernehmen und entsprechend ihren eigenen Anforderungen abändern oder den leeren Kulturstamm von der CD einspielen.

In beiden Fällen sollten Sie die Stammdaten in dieser Reihenfolge durcharbeiten bevor Sie planen können. Dies ist im ersten Jahr doch recht aufwendig, lohnt sich aber , letztlich bilden Sie ja Ihren gesamten Erfahrungsschatz im Rechner ab und der steht ja dann in allen weiteren Jahren zur Verfügung.

zurück

Betriebsstruktur

Unter Betriebsstruktur wird hier die Größe, Form, Beetbreite der im Betrieb vorhanden Parzellen verstanden. Parzellen sind kleinere Planungseinheiten der einzelnen Flächen. Es beliebig viel Parzellen zu jeder Fläche erzeugt werden. Auch kann die gleiche physikalische Fläche mehrmals als Parzelle abgebildet werden um den verschiedenen Anforderungen der Planung (z.B unterschiedliche Beetbreiten/längen) gerecht zu werden. Eine Parzelle ist mehr als virtuelles Abbild einer Fläche zu sehen die das Feldstück planbar macht. Deher sollten die gemnachten Eingaben sich eher an diesen Anforderungen orientieren als an den tatsächlichen Ausmasen der Fläche.

Die Beetgrösse ist die kleinste Planungseinheit und sollte daher so gewählt werden dass jede Kultur geplant werden kann. Eventuell sollten Sie eine lange Parzelle virtuell halbieren/drittel etc. Beet Nr 1 3 5 etc stehen dann für die vordere Hälfte 2,4, 6 etc für die hintere Hälfte des Feldstücks

Als Beispiel habe ich die Struktur unseres Betriebes mitgeliefert. Ändern Sie diese bitte Ihrem eigenem Betrieb entsprechen ab. Angaben in den Feldern <krumme Parzelle> sind nur nötig falls sich die Breite einer Parzelle ändert. Es muß nicht jede Beetlänge einzeln eingegeben werden sondern nur diejenigen Beete an denen sich die Richtung der Randlinie einer Parzelle ändert. Die Zeichnung daneben dient zur optischen Überprüfung der gemachten Eingaben.

Wirksam für die Planung werden die Änderungen erst wenn die Struktur für ein bestimmtes Kulturjahr abgespeichert ist (Beete erstellen). Dies muss auch jährlich zur Erstellung des neuen Kulturjahres geschehen !) Wird dieses dann als das aktuelle ausgewählt so werden die Parzellen zur Planung und Aufzeichnung zur Verfügung gestellt. Achtung, wird eine abgespeicherte Struktur überschrieben werden alle Aufzeichnung und Planungen gelöscht !

zurück

Maschinen

Dieser Punkt ist optional;Eingaben sind hier nur nötig falls betriebswirtschaftliche Auswertungen gewünscht sind. Hier können alle im Betrieb verwendeten Maschinen eingegeben werden,und deren wichtigsten betriebswirtschaftliche Daten ermittelt werden.

zurück

Arbeiten

Dieser Punkt ist optional; Eingaben sind hier nur nötig falls betriebswirtschaftliche Auswertungen gewünscht sind. Hier werden die im Betrieb anfallenden Arbeitsgänge eingegeben. Mit ihnen verknüpft sind Zeitaufzeichnungen und verwendete Maschinen. Diese werden später einzelnen Kulturen zugeordnet (siehe Kulturen). In wieweit Sie Arbeitsgänge differenzieren bleibt Ihnen überlassen;im Sinne einer möglichen Handhabung denke ich wird die Differenzierung hier um so gröber je mehr Kulturen im Betrieb geführt werden.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Erntearbeiten und Anderen. Bei Ersteren wird die anteilige Kostenberechnung an die Erntemenge gebunden ,ansonsten an die Fläche.

zurück

Saatgut

Die hier eingegebenen Sorten stehen Ihnen in der Planung Ihrer Kulturen zur Verfügung. Bitte ergänzen Sie hier Lieferanten und Sorten nach Ihren Anforderungen. Saatgutsorten werden hier bereits einzelnen Kulturen (nicht den einzelnen Sätzen) zugeordnet. Verwenden Sie beispielsweise 5 verschiedene Sorten für Kopfsalat im Freiland so geben Sie diese unter Freiland Kopfsalat ein. Im Kulturstamm oder bei der Planung haben Sie dann bei den einzelnen Sätzen diese zur Auswahl.

zurück

Kulturen

Oberfläche

Dick macht sich der Navigator. Mit ihm kann zwischen den einzelnen Sätzen der aktuellen Kultur gewechselt werden, neue Sätze angelegt, sowie Sätze entfernt werden.

Mit dem Button <Kultur> öffnet sich ein Fenster indem eine breite Übersicht über Bereich Warengruppe und Kultur möglich ist und schnell gewechselt werden kann.

Ebenso kann der Bereich; die Warengruppe oder die aktuelle Kultur gewechselt werden indem mit der linken Maustaste auf die gelb/grüne Anzeige links oben geklickt wird.

zurück

Die Eingaben

Seit Ende 2005 werden die Kulturen jährlich getrennt gespeichert. Die Jahreskulturdaten werden beim ersten Einstellen des Kulturjahres aus den gerade vorliegenden Jahresdaten erzeugt. Sind also wesentliche Änderungen am Kulturstamm nötig sollten Sie diese in den Kulturstammdaten vornehmen. Um die Stammdaten zu bearbeiten, klicken Sie bitte auf den neuen Button <Kulturstamm bearbeiten>. Diese Änderungen werden dann beim Erzeugen des Jahreskulturstamms mit übernommen. Beide Dateien sind von nun an unabhängig und haben keinen Einfluss auf einander. Fügen Sie bei den Jahresdaten neue Sätze ein sind diese nur im aktuellen Jahr sichtbar. Fügen Sie bei den Stammdaten neue Sätze ein sind diese nur in zukünftig neuen Jahren sichtbar.

Sie sollten in der Planungsphase mit den Kulturstammdaten arbeiten und diese gegebenenfalls an Ihre neuen Bedürfnisse anpassen, die Anpassungen kommen ja dann aus Ihrer Erfahrung und sollen jedes Jahr zur Verfügung stehen, nach der Planungsphase können Sie Jahresdaten des Kulturstamms nochmals komplett neu erstellen um die gemachten Änderungen zu übernehmen. Sie finden dazu unter <aktuelles Kulturjahr ändern> ein dafür vorgesehenes Button. Für die Aufzeichnung sollten Sie die Jahresdaten verwenden. Dann können Sie Kulturzeiten, Sortenänderungen etc vornehmen ohne das Ihr Kulturstamm davon betroffen ist, und ihre Aufzeichnung auch noch nach Jahren das tatsächliche Bild wiederspiegelt.

Die Eingaben für den aktuellen Satz erfolgen auf den verschiedenen Seiten des abgebildeten Ordners. Erforderlich sind hier zunächst nur die Eingabe der Kulturstammdaten sowie die Kulturtermine. Unter Sommerkultur verstehe ich eine Kultur deren Verkauf zum Zeitpunkt der Neuplanung bereits abgeschlossen ist.(z.B.Sommerkopfsalat)Lagerkarotten hingegen zähle ich zu den Winterkulturen da sie meist im Dezember,wenn die Kultur fürs nächste Jahr geplant wird noch nicht vollständig verkauft sind. Direktsaat steht für Kulturen die direkt aufs Feld gesät werden. Wird diese Option gewählt verschwindet das Feld für Pflanzabstand dafür erscheint eine Feld zur Eingabe der gewünschten Bestandsdichte pro lfm. Ebenso wird der Pflanztermin mit dem Aussaattermin gleichgesetzt. Die wesentlichen Kulturtermine für die Anbauplanung sind der Pflanztermin und das Beeträumen;diese bestimmen die Länge des Kulturbalkens in der Planung. Der Kulturzeitraum der einem jeden Kulturjahr zugeordnet ist beträgt zwei Jahre,für das Kulturjahr 2000 z B.: vom 1.7.1999 bis zum 30.6.2001.

zurück

Eingaben zu den Kulturarbeiten

Eingaben zu den Kulturarbeiten sind optional und dienen zur Errechnung der Kulturkosten sowie des Arbeitskräftebedarfs (noch nicht integriert). Eingaben setzen jedoch die Definition von Arbeitsgängen unter <Arbeiten> voraus. Diese können dann nur einem Satz,einer Kultur einer Gruppe und sogar einem ganzen Kulturbereich zugeodnet werden. Zum Beispiel muss für alle Kulturen im Freiland gepflügt werden, alle Kulturen der Warengruppe Salate werden einmal mit dem Geräteträger gehackt; allen Feldsalatsätze wird die Erntearbeit &bdquo;Feldsalat schneiden&ldquo; zugeordnet,aber nur dem ersten Kopfsalatsatz im Frühjahr wird der Arbeitsgang &bdquo;Flies auflegen&ldquo; zugewiesen.Dadurch erhält man schnell ein recht differenziertes Bild. Dies wird für jeden Satz unter <Zusammen> auch visuell dargestellt. Sollten nach erfolgter Zuweisung keine Arbeitszeiten angezeigt werden drücken Sie bitte im Navigator ganz rechts auf <Daten aktualisieren>.

zurück

Kulturaufzeichnungen

Unter Aufzeichnungen ersehen Sie welche Ernte und Verkaufsaufzeichnungen im aktuellen Kulturjahr für jeden Satz automatisch (durch die anderen PC Gärtnermodule) erfolgt sind. Sie können hier diese abändern oder einfach Ihre Handeingabe danebenstellen; für die weiteren Berechnungen und den Planungsvorschlag ist die Handeingabe bevorrechtigt. Sie können also mit dem PC Gärtner ihre Zettelwirtschaft auch nur allmählich auf eine umfassende PC-Aufzeichnung umstellen.

zurück

Kulturauswertungen

Die Kulturauswertung der Anbauplaung ist keine Berechnung der konkreten Kosten einer Kultur (dies ist mit der Aufzeichnung möglich) sondern eher als Versuch einer pauschalen Vorkostenkalkulation zu verstehen, der es auch Betrieben mit vielen unterschiedlichen Kulturen ermöglichen soll ein wenig hinter den Kostendschungel zu blicken. Die emittelten Ergebnisse eigenen sich daher vor allem zum Betriebsinternen Kulturvergleich.

Natürlich erscheinen in der Auswertung nur dann sinnvolle Größen wenn die Datenerfassung ausreichend erfolgt, also Löhne, Maschinenkosten, Saatgutkosten als Stammdaten und Arbeitsgänge erfasst wurden und diese auch den Kulturen auf den verschiedenen Ebenen zugewiesen wurden.

Um den Deckungsbeitrag zu ermitteln sind neben den Arbeitskosten noch die direkt zurechenbaren Kosten zu erfassen. Dies geschieht unter dem Punkt <Produktionskosten> .Auch hier ist für jede Ebene ein Kostenfaktor vorgesehen(für den einzelnen Satz sogar zwei).Für den gesamten Freilandbereich fallen beispielsweise die Kosten einer Kalkung an,alle Kohlarten werden mit 100g Horn (als Kostenfaktor) pro m² gedüngt,die Kultur Blumenkohl erhält aber zusätzlich 100g.nur bei satz 1 und 2 fallen Kosten für Jungpflanzen und Flies an. Um eine Aussage zum Erlös zu ermöglichen ist die Angabe von Fixkosten pro m² nötig. Diese Zahl ist jeweils für einen gesamten Kulturbereich gültig. Sind noch keine Erntemengen eingegeben verwendet der PC Gärtner die voraussichtliche Erntemenge zur Berechnung so daß auch eine Vorauskalkulation möglich wird.

zurück

Planung

Die Oberfläche

Wie im Kultrstamm kann über den Button Kultur auf Kulturwahl zuggriffen werden,und die farbigen Anzeigen eröffnen Listen zur Kulturauswahl.(auch die Satzanzeige).Die Kulturenliste stellt hier allerdings die Kulturen einer Warengruppe nach ihrem Pflanztermin geordnet dar. Zusätzliche Navigationsmöglichkeiten bieten die vier Buttons links oben. Bei Tomate ->Gurke wechselt man zur nächsten zu planenden Kultur wie sie in der nach Pflanzterminen geordneten Kulturliste steht.(oder zurück) Bei Tomate -> Tomate wird zum nächsten Satz derselben Kultur geblättert(oder zurück). Außerdem wird durch den einfachen Klick auf die Tafel einer geplanten Kultur diese zur Aktuellen.

Wird auf diese Weise der Kulturbereich gewechselt so baut sich die jeweils erste Parzelle des Bereichs im Planungsfenster auf.(Dies kann einige Zeit dauern).Dieser neuerliche Bildaufbau kann mit dem Button <Anzeige> erzwungen werden (Falls z.B. der Kulturbeginn einer Kultur unter der Planung geändert wurde.)Übrigens läuft die Navigation im Kulturstammfenster synchron, so daß schnell gewechselt werden kann.(Ich habe bei der Planung stets beide Fenster geöffnet ) .

Mit dem Button <Parzelle> ist die Auswahl einer Parzelle des aktuellen Bereichs möglich. Auch danach erfolgt ein neuerlicher Aufbau des Planungsfeldes.

zurück

Der Planungsvorgang

Die eigentliche Planung erfolgt durch anklicken des Buttons <Planen>.Es erscheint das erste Beet der aktuellen Kultur im Bereich Beet 0. Mit gedrückter linker Maustaste kann dies nun an die gewünscht Stelle gezogen werden. Mit gedrückter rechter Maustaste wird das erste Beet auf die gewünschte Anzahl vergrößert. Durch einen Doppelklick öffnet sich eine kleine Information zur aktuellen Planung; dort kann die Planung auch wieder gelöscht werden. Reicht der Bildschirm nicht aus um alle Beete einer Parzelle darzustellen so verrutscht die Anzeige von selbst wenn eine Kultur verschoben wird. Schnelle Rechnern rutschen schnell zu schnell. Daher der Rutschfaktor. Um den verschiedenen Bildschirmen ,Auflösungen etc gerecht zu werden und zum Zwecke einer Gesamtübersicht kann der Maßstab mit Bildgröße geändert werden. Verschieben Sie hierzu eine der beiden Schieberegler mit gedrückter linker Maustaste.

Bitte prüfen Sie durch einen Doppelklick auf den Kulturbalken ob Beete undf Flächen richtig übernommen wurden. Falls sich irgendwelche Fehler eingeschlichen haben können Sie dies für alle Eintragungen korrigieren in dem Sie die Kulturliste links öffnen und auf den Button <Korrektur> klicken.

zurück

Ergebnisse der Planung

Als Planungsergebnisse können Saatgutbestellungen, Aussattermine zur Jungpflanzenanzucht sowie eine wochenweise Zusammenfassung der geplanten Kulturen geordnet nach Parzellen. Diese können sowohl am Bildschirm gezeigt als auch gedruckt werden.

Um die Ergebnisse der aktuellen Planung zu erhalten muß alles neu errechnet werden .Dies geschieht durch Klick auf <neu rechnen>. Die Anzeige kann durch die beiden Datumsfelder auf einen bestimmten Kulturzeitraum eingeschränkt werden. Bei den Reports ist der (Zeit)Filter stets aktiv,in den angezeigten Tabellen erst nach Klick auf den entsprechenden Button. Wurde der Zeitraum eingeschränkt und ist eine Saatgutbestellung erforderlich,so muß das Saatgut neu errechnet werden durch Klick auf Saatgut neu rechnen .Die so ermittelten Mengen werden durch Klick auf <Mengen übernehmen> in die Saatgutbestellung übernommen. Diese Menge und die gewünschten Einheiten können in der Tabelle geändert werden. Bei jeder Neuberechnung werden dies Eingaben allerdings wieder überschrieben. Der Pcgärtner rundet übrigens auf die Menge auf die im Saatgutstamm als Bezugsgrösse zu den Saatgutkosten gewählt wurde.

zurück

Flächenaufzeichnungen

Die Funktion entspricht dem Planungsfenster, nur das hier nicht die geplanten Flächen sondern die tatsächlich belegten Flächen eingeben. Einzelne Bette können Sie auch in 10% Schritten nur teilweise belegen. Die hier eingebenen Flächen werden als Grundlage zur Kulturkalkulation verwendet!